Seit meiner Jugend gehören Hunde zu meinem Leben. Angefangen hat alles mit unser schwarzen Cocker-Hündin Mona.
Danach kam Castor, ein heller Blauschimmel-Cocker zu mir und meinen Eltern. Durch Castor kam später auch mein Mann "auf den Hund".
Mein größter Wunsch war aber immer ein großer Hund. Irgendwann war es dann auch soweit und wir konnten unsere Hasca, eine Hovawart-Hündin, im Alter von 8 Wochen im Münsterland abholen.
Meine Hasca wurde am 24.11.1993 geboren.
Trotz ihrer imposanten Größe habe ich sie immer nur liebevoll "Püppi" genannt, sie war ja schließlich auch mal klein.
Mit Hasca kam auch ihre Schwester Heila in die Familie meiner Freundin. Die beiden waren ein einzigartiges Gespann, da war von morgens bis abends toben angesagt.
Mit Hasca habe ich mir den Traum von einem großen Hund erfüllt und es nie bereut. Püppi war ein Hovawart wie man ihn heute nur noch selten findet, groß und kräftig mit langem, seidigen Fell.
Im Alter von 10 Monaten stellte der Tierarzt bei ihr eine sehr schwere Herzerkrankung fest und gab ihr nur noch wenige Zeit. Damit konnte und wollte ich mich nicht abfinden. Also haben wir zwei gekämpft, sind bis in die Uniklinik Hannover gefahren, haben unzählige Behandlungen und Therapien gemacht, hatten viele Hochs und genau so viele Tiefs, aber wir haben nie aufgegeben und es geschafft. Das hat Hasca mir mit ihrer unsagbaren Liebe gedankt.
Sicherlich war meine Püppi nie ein ganz gesunder Hund, oft mussten wir auch auf ihr schwaches Herz Rücksicht nehmen, trotzdem konnten wir viel mit ihr unternehmen und haben viele schöne Reisen mit ihr gemacht, erstmalig im Alter von drei Monaten.
Püppi war immer und überall dabei.
Ob zum Wintersport
im Gebirge
oder im Sommer an der See
Hasca hat es immer sehr genossen und sich überall super benommen. Wasser war für sie das Größte, kein Tümpel, keine Pfütze oder Bach waren vor ihr sicher. Stundenlang konnte sie darin rumplanschen. Oft erkannten wir sie vor lauter Schmutz kaum wieder.
Im Alter von 7 Jahren bekam Püppi den ersten Knoten an der Gesäugeleiste. Wir hatten vor der Narkose auf Grund ihres kranken Herzens panische Angst. Aber auch das hat sie super gemeistert. Es folgten in jährlichen Abständen weitere Knoten und OP´s. Immer hat sie es tapfer ertragen und stand Stunden später wieder wie ein Fels in der Brandung auf ihren Füßen. Selbst eine Gebärmutter-OP im Alter von 11 Jahren hat sie weggesteckt wie nichts, wir konnten schon eine Woche später mit ihr in den Urlaub fahren und nachdem die Fäden dort vom Tierarzt gezogen waren durfte sie auch wieder in ihrer heißgeliebten Ostsee baden, sie war einfach nur unglaublich.
Meine Püppi war ein Hund der mir sicherlich all mein Hundewissen abverlangte und auch oft in Frage stellte, was ich über Hunde zu wissen glaubte - typisch Hovi.
Ich konnte mich aber in jeder Situation auf sie verlassen, sie war verrückt nach Kindern.
unser Nichte Tammy
und unser Patenkind Ricci
liebte sie abgöttisch.
Püppi war nie bösartig anderen Hunden oder Menschen gegenüber, sie war das Gutmütigste was man sich überhaupt vorstellen konnte, nichts konnte sie aus der Ruhe bringen.
Selbst mit unserem Kater Lui war sie ein Herz und eine Seele, obwohl sie fremde Katzen überhaupt nicht mochte. Die wurden sofort durch unseren Garten gejagt.
Püppi war eine Hundepersönlichkeit mit eigenem Kopf, manchmal auch furchtbar stur - eben ein Hovi, gerade in den Flegeljahren, da hätte ich sie so manches mal verschenken mögen. Brachte uns damit aber auch oft zum Lachen.
Im Laufe der Jahre verstanden wir uns ohne Worte, es genügte meistens ein Blick oder Fingerzeig. Ich brauchte ihr nur in die Augen zu schauen und wusste, ob es ihr gut geht oder nicht, niemand verstand sie so wie ich.
Meine Püppi war für mich das unglaublichste und einzigartigste Wesen das es je gab.
Sie hat mich beschützt, sofort gespürt wenn ich nicht gut drauf war und mir sehr viel Kraft gegeben.
Am 8. Dezember 2006, 14 Tage nach ihrem 13. Geburtstag, mussten wir Püppi schweren Herzens erlösen und über die Regenbogenbrücke gehen lassen.
Ich bin unsagbar dankbar für die schöne Zeit mit ihr und möchte nicht eine Sekunde missen.
Es vergeht nicht ein Tag an dem ich nicht an sie denke, meine Püppi fehlt mir so sehr.
Aber für mich ist sie nicht fort, ich kann sie nur nicht mehr anfassen.
Meine geliebte Püppi wird für immer in meinem Herzen bleiben.........